Die Geschichte von Aquamarin
Art: Beryll
Mohs-Härte: 7,5–8
Farbe: Hellblau, Dunkelblau, Grünlichblau, selten Gelb
URSPRUNG UND HERKUNFT
Der Name dieses Minerals leitet sich vom Lateinischen „aqua“ (Wasser) und „marina“ (Meer) ab.
Aquamarin verdankt seine an das Meer erinnernde blaue Farbe dem enthaltenen Eisen.
Aufgrund seiner wunderschönen Farbe wird Aquamarin seit der Antike in Schmuck verarbeitet. Ursprünglich diente er Seeleuten als Amulett und als Symbol ewiger, junger Liebe.
Zusammen mit Smaragd, Heliodor, Bixbit, Morganit und Goshenit gehört Aquamarin zur Varietät des Berylls. Er kommt zusammen mit weißem Feldspat und Albit in Granitpegmatiten oder in Drusen neben Turmalinen und anderen Edelsteinen vor. In der Natur findet man ihn häufig in transparenten bis durchscheinenden Kristallen.
Es gibt auch große Stücke, die oft keine größeren Mängel aufweisen.
Der größte Aquamarinkristall wurde 1910 in brasilianischen Pegmatiten nahe der Stadt Marambaia gefunden und wog 110 Kilogramm.
FARBE
Die Farbe von Aquamarin ist der wichtigste Faktor für die Preisbestimmung. Generell gilt: Je intensiver und satter die Farbe des Minerals, desto höher sein Preis. Die Farbintensität von Aquamarin verändert sich je nach Blickwinkel. Daher wird Aquamarin auch als dichroitisch bezeichnet.
Wie viele andere Mineralien wird auch Aquamarin erhitzt. Während dieses Prozesses verändert sich die Farbe von Hellblau über Weiß zu Himmelblau, während die gelblichen Töne und der natürliche blaugrüne Schimmer vollständig verschwinden.
HERKUNFT
Brasilien (Minas Gerais), USA (Colorado), Sri Lanka, Sambia, Madagaskar, Pakistan, Afghanistan, Namibia.
VERWENDUNG
Aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften, seiner Verfügbarkeit und seiner wunderschönen Farbe ist Aquamarin ein begehrter Edelstein für die Schmuckindustrie. Am häufigsten wird Aquamarin im Oval- oder Smaragdschliff verarbeitet, um seine Farbe optimal zur Geltung zu bringen.

